Gisela und Uwe auf Langfahrt

Weiterfahrt nach Denarau

Zuerst hat Gisela morgens auf dem Weg zum Büro der Vuda Marina Siegfried aus Kalifornien getroffen, der am Vortag gelandet war und sie herzlich begrüßte. Dann hat sie im Büro ausgehandelt, dass wir eine zweite Nacht am Restaurantsteg verbringen dürften und auch bezahlt. Wir saßen nach dem Frühstück mit Ingrid und Gert im Cockpit, als das freundliche Mädchen aus dem Büro kam und erklärte, wir müssten 50 Fidschidollar pro Nacht mehr an diesem Steg bezahlen. Das hat uns nicht gefallen, denn wir bekommen an dem Platz weder Wasser und Strom und müssten eigentlich weniger bezahlen. Wir haben mit Ingrid und Gert als Leinenhilfen noch umsonst Wasser an der Tankstelle getankt und sind dann mit langsamer Motorfahrt zum Ankerplatz vor Port Denarau getuckert. Bei schnellerer Fahrt macht der Motor nach wie vor dieses laute Geräusch, das wir uns nicht erklären können. Einen Mechaniker haben wir wegen Ostern nicht auftreiben können und so liegen wir jetzt gemütlich vor Anker, haben viel mehr frische Luft, als in der Marina und putzen und räumen auf für die Besichtigung am Mittwoch.am Restaurantsteg in Vuda Marina

Ankunft in Vuda Marina

Als wir früh aufwachten, sahen wir, dass das spät angekommene Boot unter deutscher Flagge fuhr. Bei der Abreise haben wir kurz mit der Bordfrau der Ancona gesprochen. Sie kommen aus Mühleim a.d.Ruhr und waren jetzt aus Neuseeland nach Fidschi gekommen.

Auf unserer Fahrt zur Vuda Marina hörten wir zwei Stunden vor der Ankunft ein ungewohntes Geräusch aus dem Motor, der tagelang gut gelaufen war. Aus dem Auspuff kam auch vermehrter, stinkender Qualm und Uwe hat zuerst mal den Motor ausgeschaltet. Als wir aber nichts Beunruhigendes im Motorraum gefunden haben, sind wir schließlich langsam und problemlos weitergefahren.

In der Vuda Marina ankommend wurden wir aus dem Restaurant am Eingang von vielen Angestellten mit lauten Willkommensrufen begrüßt. Wir haben mit Ingrids und Gerts Hilfe am Restaurantsteg angelegt, an dem wir so gerne liegen, weil es der einzige Schwimmsteg ist. Wir vier haben den Abend miteinander in dem Restaurant verbracht und uns unsere Erlebnisse seit der Rückkehr an Bord erzählt. Auf der Lazy Lady gab es zunächst viele Pannen zu beheben, aber jetzt sind sie wohl bald soweit, auslaufen zu können.

Wir werden morgen versuchen, einen Mechaniker zu bekommen, was aber wegen Ostern eher unwahrscheinlich ist. Nach Port Denarau ist es aber nicht weit und davor können wir gut vor Anker liegend die Ostertage abwarten.

 

Nach einer erholsamen Nacht sind wir wieder früh aufgebrochen und hatten für ein paar Stunden richtig guten Segelwind. Die einsame, grüne und hügelige Nordküste Viti Levus zog an uns vorbei und es war einfach nur schön. Wir segelten innerhalb des Riffs in völlig flachem, ruhigem Wasser, was das Segeln so erholsam machte. Uwe hat viele Stunden lang neue, längere Tampen an unsere Fender eingespleißt, weil die alten beim Anlegen an niedrigen Fingerstegen immer zu kurz waren.

Uwe beim Spleißen0

Nachmittags gegen 15 Uhr 30 fiel der Anker in der einsamen Bucht, in der wir auf unserer letzten Reise in die andere Richtung die Tamora getroffen hatten. Wir waren zunächst ganz allein, bis im letzten Licht noch ein anderes Segelboot in einiger Entfernung von uns ankerte.

Sonnenuntergang und ankommende Yacht

Fahrt nach Viti Levu

Die Abreise frühmorgens verlief dieses Mal unspektakulär. Mit dem ersten Sonnenstrahl gingen wir ankerauf, weil eine Strecke von 54 Meilen vor uns lag. Wir verließen das Riff um Vanua Levu und segelten mit laufender Maschine hinüber nach Viti Levu. Ohne Maschine wären wir zu langsam gewesen, um noch bei Sonnenschein anzukommen. Es dauerte auch so 10 Stunden, bis wir durch den Nananu-Pass den Ankerplatz bei der Insel Nananu-i-Cake erreichten. Es war ein wunderschöner Tag auf See, der endlich mal wieder Muße zum Lesen bot!

unterwegs nach Viti Levu7

Am Ankerplatz stand die Sonne leider doch schon zu tief, um die Lage des Ankers noch zu kontrollieren. Lediglich ein riesiger Korallenblock genau vor unserem Bug war zu erkennen, an dem die Kette von Zeit zu Zeit ein rumpelndes Geräusch machte, wenn die Venus von einem Windstoß bewegt wurde. Wir haben den Abend im Cockpit sitzend und mit den Kindern und Enkeln chattend verbracht. Seit wir hier sind, haben wir beide eine internetfähige Simkarte für unsere Handys und freuen uns, dass wir damit unseren Lieben zu Hause auf Whats App ganz nah sein können! Man unterhält sich in Echtzeit. Segen der Technik!

 

Abreise aus Savusavu

Montagmorgen hat Gisela vier Stunden lang Lebensmittel eingekauft und gestaut. Uwe hat mit Heinz am Generator gearbeitet, aber leider erfolglos.

Jetzt sind wir unterwegs! Zuerst haben wir nach dem Ablegen noch vor dem Cousteau-Resort geankert, wo Heinz und Andrea mit der Yab Yum, Silke und Dieter mit der Tamora und Bertel mit der Odin liegen.

vor dem Cousteau-Resort1

 

vor dem Cousteau-Resort3

vor dem Cousteau-Resort2

Heinz hat uns ein von ihm ausgebautes Teil wieder in den Generator eingebaut, das nicht schuld ist daran, dass der Generator keinen Strom liefert. Als er fertig war, sind wir zu unserem Ankerplatz hinter der Nasonisoni-Passage gesegelt, an dem auf der Reise nach Savusavu vor einem halben Jahr die Ankerwinsch den Dienst aufgab.

Kanadier lagen mit ihrem Boot schon da und einer kam zu uns, um ein Werkzeug auszuleihen, weil sie einen Filter nicht lösen konnten. Wir hatten das Passende dabei. Nach dem Ankermanöver hat Uwe die Dieselfilter des Motors gecheckt und gewechselt, weil wieder viel Dreck darin war. Wir waren nicht nur gesegelt, sondern die Maschine war mitgelaufen.

Es gab ein erstes an Bord gekochtes Abendessen und sehr bald lagen wir im Bett, weil es morgen früh losgeht 52 Meilen hinüber nach Viti Levu.

Sonntag

Den Sonntagmorgen hat Gisela damit verbracht, die vor der Abreise gewaschenen Gardinen wieder anzubringen, eine ungeliebte Arbeit. Man muss sich zum Einhaken der Aufhänger in die Rutscher, die in den Schienen hinter den Gardinenbrettern laufen, ziemlich verrenken. Aber am Ende des Vormittags hingen alle Gardinen und die Venus sah wieder wohnlich aus. Trotz der Sonntagsruhe hat Gisela noch zwei Maschinen Wäsche gewaschen und aufgehängt und abends war auch das erledigt. Sie nutzt den Strom- und Wasseranschluss, solange es geht!

Uwe hat sich um die Planung unserer Fahrt nach Denarau gekümmert. Wir haben von anderen Seglern viele Tracks bekommen, aber ganz unsortiert. Deshalb dauert es immer ziemlich lange, bis der passende gefunden ist. Jetzt hat Uwe alle Routen gespeichert, die für uns infrage kommen. Außerdem hat er das Cockpitlicht ausgewechselt, was immer wieder eine schreckliche Fummelei ist, weil die Ersatzteile nie in die alten Fassungen passen. Uwe musste zudem in den Mast klettern, weil die Flaggleine der Gastlandflagge gerissen war und neu geschoren werden musste.

Der Sonntagabend endete friedlich im Cockpit, nachdem wir wieder beim Inder gegessen hatten.

Einzug auf die Venus

Gestern Abend hatte Gisela vergessen, ihr Handy lautlos zu stellen, und um 3 Uhr hörte sie den Signalton, dass auf Whats App eine Nachricht eingegangen war. Michael hatte ein Foto von Charlotte geschickt, wie sie dann auch direkt nachgesehen hat. Danke, lieber Michael, das hat sie auch nachts gefreut, und Du konntest ja nicht wissen, dass ihr Handy eingeschaltet war!

Morgens haben wir unsere Sachen gepackt und sind an Bord eingezogen. Gisela hat  ausgepackt, unsere Taschen verwahrt und danach Lattenroste und Matratzen zurück ins Vorschiff getragen. Jetzt sieht unser Schlafzimmer wieder schön aus! Uwe hat das Zelt über dem Schiff aufgespannt, sodass die Klimaanlage es nicht so schwer hat und wir bei angenehmen Temperaturen arbeiten können. Er hat dann angefangen, sich um das Dieselproblem zu kümmern, was den ganzen Tag in Anspruch genommen hat. Mithilfe von Grotamar und unserer Dieselwaschanlage hat er das Problem in den Griff bekommen. Irgendwann nachmittags liefen der Generator und die Hauptmaschine auch! Nur Strom kommt nicht vom Generator, aber das ist ein elektrisches Problem und wir haben Heinz noch mal um Hilfe gebeten. Er wird wohl am Montag kommen.

Silke und Dieter haben sich über das Wochenende zum Ankerplatz vor dem Cousteau-Resort verabschiedet, sehr beneidet von Gisela, weil sie nun im klaren Wasser schnorcheln können. Sie liegen da gemeinsam mit Bertel von der Odin und Heinz und Andrea von der Yam Yum.

Wir haben noch keine Vorräte an Bord, weshalb wir über das Wochenende noch an Land essen. Abends sind wir wieder zum Inder gegangen, abschließend gab es noch ein Bier auf der Terrasse vom Yachtclub in der Marina, dann sind wir ins Bett gefallen.

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