Gisela und Uwe auf Langfahrt

2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für diesen Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieser Blog wurde in 2014 etwa 14.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieser Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Abreise

Die letzten beiden Nächte haben wir an Land geschlafen. Wir bekamen als erste Gäste ein Zimmer in einem neuerbauten Gästehaus. Ein Bett gab es noch nicht, aber eine gute Matratze. Der Bau an sich hat uns beeindruckt, weil alles so gut ausgeführt war.

Unterkunft in SeranganTagsüber haben wir an Bord die übliche Arbeit mit dem Stilllegen der Technik erledigt. Am ersten Abend haben unsere spanischen Nachbarn uns abends an Land gefahren, gestern hat uns ein vorbestelltes Boot mit dem restlichen Gepäck geholt. Als wir vor Ruths Büro auf sie gewartet haben, um noch einmal eine Gebühr zu bezahlen, trafen wir das Paar von der Segelyacht Akka, dessen Blog wir gut kennen. Sie selbst hatten wir noch nie gesehen, aber sie kannten uns genauso gut von unserem Blog und so begrüßten wir uns als Bekannte. Ist immer wieder schön, einer solchen Gemeinschaft anzugehören!

Den Abend haben wir in unserem Lieblings-Warung in Gesellschaft des deutschen Seglers Klaus von der Kira, eines kanadischen Kapitäns eines riesigen Ölbohrschiffs und des Holländers Hermann, verbracht, der schon über zwanzig Jahre hier lebt.

Heute früh ist Uwe mit Hermann noch einmal zur  Venus gefahren und hat ihm unseren alten Außenborder verkauft. Wir haben anschließend im Warung Bali-Kaffee getrunken, der Venus nochmal “auf Wiedersehen” gesagt und sind zum Flughafen gefahren.

Blick zurückEin Blick zurück. Dort liegt unsere Venus nun bis Anfang April 2015.

Was wir in der Zeit so treiben, kann man auf Facebook lesen.

Packtag

In der Enge an Bord die Taschen herauszuholen und zu packen ist jedes Mal eine Herausforderung. Wir stehen uns gegenseitig auf den Füßen und es bedarf immer der Planung, in welcher Reihenfolge wir arbeiten können und der Absprache, wann wer wo gerade sein kann. Heute war mal wieder solch ein Tag! Zuerst hat Gisela die Betten abgezogen, während Uwe abgewaschen hat. Handtücher, Bettwäsche und verschwitzte Kleidung konnten wir bis 11 Uhr bei Ruth abgeben, um sie morgen aus der Wäscherei in Denpasar gewaschen zurückzubekommen. Unter unserem Vorschiffbett lagen die Taschen verstaut, an die wir nach dem Beiseiteräumen der Matratzen herankamen. Wir hatten in den letzten Tagen schon so ziemlich alles gesammelt, was wir außer Kleidung mitnehmen wollen nach Hause. Es musste nur noch für alles ein sinnvoller Platz gefunden werden, denn gerade die technischen Geräte sind schwer und sperrig. Uwe wird das Kurzwellengerät in seinem vorgestern gekauften Rollenköfferchen transportieren, die anderen Sachen haben in unseren Reisetaschen zwischen der Kleidung Platz gefunden.

Fertig gepacktNachmittags haben wir mit Asis Hilfe das Gepäck an Land gefahren und er hat für uns für heute Abend ein Taxiboot organisiert. Wir sind  mit einem Taxi zu unserer nahe liegenden Unterkunft gefahren und haben das Gepäck dort abgestellt. Mit dem Taxi ging es gleich weiter zu einem Supermarkt mit ATM, weil wir nochmal indonesisches Geld brauchten. Asis kam mit dem Moped dahin und hat sein Geld für die nächsten Monate bekommen, wir sind zurückgefahren. Wir essen heute nochmal an Bord, lassen uns später an Land holen von einem Taxiboot und gehen zu Fuß zu unserer Unterkunft. Das eigene Dingi sollte man besser nicht am Steg über Nacht liegen lassen, weil es entweder geklaut oder beschädigt werden könnte.

Diesellieferung

Pünktlich kam Asis morgens und bevor er angefangen hat mit dem Polieren, haben wir uns über die Konditionen geeinigt für die Zeit unserer Abwesenheit. Er wird sich sechs Monate lang für die Venus verantwortlich fühlen und sie wöchentlich und bei Bedarf auch öfter aufsuchen. Bei der Gelegenheit wird er für Sauberkeit sorgen, sodass wir ein ordentliches Schiff bei unserer Rückkehr vorfinden werden! Er ist hier in Serangan bestens vernetzt, weil er schon oft solche Aufgaben übernommen hat. Aber er kennt sich nicht nur deshalb gut mit Booten aus, sondern auch, weil er öfter auf Booten mitfährt. Wir sind guten Mutes!

Heute kam auch unser bei Ruth bestellter Diesel direkt von der Mineralölfirma Pertamina. Er wurde in versiegelten Kanistern à 10 Liter gebracht, Uwe hat sie mithilfe eines begleitenden Mannes im Dinghi an Bord geschafft und Asis und er haben sie gemeinsam in die Tanks entleert. Gisela hat unter Deck die Bodenbretter über den Tanks weggenommen und beobachtet, ob und wann Diesel überlief. Beim Haupttank ist der Geber ja defekt und bei den kleinen Tanks gibt es irgendwo oben in der Leitung ein Leck. Diese Mal konnte sie rechtzeitig das Füllen stoppen lassen und es gab nur ein bisschen übergelaufenen Diesel in der Bilge. Die leeren Kanister und einige volle haben wir zurückgebracht und sie werden aus Ruths Büro wieder abgeholt.

Diesellieferung

Um 17 Uhr waren wir bei Ruth verabredet, um unser Domizil für die nächsten Tage zu besichtigen. Yandes Frau kam mit ihrer kleinen Tochter auf dem Moped und hat uns nacheinander zu ihrer Nachbarin Anna transportiert, die uns in einem sehr schönen neuen Haus ein Zimmer mit Bad vermietet. Zurück sind wir zu Fuss gegangen und haben die Abendstimmung auf dem Dorf genossen.

Spätnachmittag in Serangan5

Spätnachmittag in Serangan7

Spätnachmittag in Serangan8

Sehr traurig war, dass einer der kleinen Hunde tot auf der Straße lag, als wir zurückkamen. Eben hatten wir uns noch daran erfreut, wie die Hundemutter mit ihren Jungen balgte.

tobende Hunde vor Ruths Büro6

Und jetzt lebte der linke Hund nicht mehr, weil er überfahren wurde.

Früh um sechs Uhr dreißig sind wir aufgestanden und haben die Morgenkühle zum Arbeiten genutzt. Gisela hat die Gardinen abgenommen und die Wände dahinter gereinigt. Um acht Uhr, anstatt wie verabredet um neun, kam schon Wayan, der Mann mit dem Wasserboot. Wir hatten ihn bestellt, um das Deck zu reinigen. Uwe hat den Stromanschluss gelegt, damit die Wasserpumpe laufen konnte. Gisela hat die Luken geschlossen und drinnen weitergearbeitet, während Uwe draußen alles abgespritzt hat. Gemeinsam haben wir dann mit Schrubber und Deckreiniger gearbeitet, während Wayan gewartet hat. Zum Schluss hat Uwe wieder alles abgespritzt. Die ganze Aktion hat keine Stunde gedauert. Nun kann Asis den sauberen Gelcoat polieren.

Gegen 10 Uhr sind wir mit Schmutzwäsche und 10 l H-Milch beladen an Land gefahren und haben alles vor Ruths Büro deponiert. Die Milch ist bei uns übrig und sie ist für die kleinen Hunde bestimmt, um die Ruth sich kümmert. Es sind Straßenhunde, die keinem gehören. Sie hat sie zum Tierarzt gebracht und impfen lassen und erfahren, dass sie Milch bekommen sollen. Ruth war noch nicht da und wir  sind mit einem Taxi zu Carrefour gefahren. Uwe hat sich einen kleinen Rollenkoffer gekauft, den man mit in die Flugzeugkabine nehmen darf, und ein paar leichte Mokassins für die Reise. Noch ein bisschen Obst und Fleisch für die letzten Tage waren schnell ausgewählt. Als kein Taxi vor Carrefour stand, weil alle Mittagspause machten, haben wir es uns dort auch schmecken lassen!

Zurück bei Ruth, mussten wir draußen warten, weil schon Kunden bei ihr in dem kleinen Büro waren.

Siesta vor Ruths Büro77

Siesta vor Ruths Büro78

Siesta vor Ruths Büro83Wie man sieht, war es  Zeit für eine Siesta!

Mit Ruth haben wir vereinbart, dass wir morgen Nachmittag unsere Unterkunft für die letzten beiden Tage besichtigen können. An Bord hat Gisela einen Brotteig angesetzt und Uwe hat sich um eine Reparatur am Dingi gekümmert. Danach war Feierabend angesagt!

Der Sonntag war zwar sonnig, aber wir merkten nicht viel davon. Uwe saß für Stunden in der Achterkammer und hat einen neuen Mechanismus für die Schaltung eingebaut. Beim Verlegen von einer Mooring an die andere neulich hatte er vergessen, dass am Innensteuerstand der Schalthebel auf  “vorwärts” stand und beim Schalten draußen war etwas kaputt gegangen. Drinnen können wir gar nicht mehr schalten und damit es draußen wieder reibungslos funktioniert, musste er die neuen Teile einbauen.

Uwe beim Einbau der neuen Schaltung

Gisela blieb nichts übrig, als ab und an probehalber zu schalten und sich ansonsten dünn zu machen. Der Inhalt der Achterkammer lag mal wieder im Schiff verteilt.

Chaos an Bord

Nach vielen Flüchen und Frustrationen gab es ein Erfolgserlebnis zu feiern: Uwe hatte es geschafft! Nun konnte Sonntag werden!

Mit einem Taxi sind wir zum Uluwatu-Tempel an der Südspitze der Bukit-Halbinsel gelangt. Die Fahrt ging von Serangan aus am Flughafen vorbei nach Süden, durch einen weiteren Ferienort, Jimbaran, der für seine Fischrestaurants bekannt ist. Wir passierten auf einer schmalen Straße viele Universitätsgebäude und weitere Orte, die nicht an der Küste lagen und nach einer Stunde erreichten wir die Tempelanlage Uluwatu. Am Eingang bekamen wir zusätzlich zu den Eintrittskarten Sarongs umgebunden, weil deren Tragen Pflicht ist im Tempel.

Tempel Uluwatu in Bali20

Tempel Uluwatu in Bali16

Vom Tempel haben wir nicht viel gesehen, denn in den eigentlich heiligen Bezirk durften wir nicht hinein. Aber die Anlage liegt wunderschön hoch über dem Indischen Ozean und wir sind dort spazieren gegangen und haben den spektakulären Ausblick genossen.

Tempel Uluwatu in Bali26

Tempel Uluwatu in Bali29

Tempel Uluwatu in Bali40

Tempel Uluwatu in Bali30

Vor den Tempelaffen hatte man uns gewarnt, aber sie haben uns nichts geklaut!

Tempel Uluwatu in Bali45

Tempel Uluwatu in Bali51

Das Taxi hatten wir warten lassen, weil die Wartezeit sehr billig ist und ein neues Taxi schlecht zu bekommen gewesen wäre. Das nächste Ziel war der Labouan Sait Beach an der Westküste, der bei Surfern sehr bekannt ist. Der Taxifahrer blieb auf einem Parkplatz und wir mussten eine lange, steile Treppe hinuntersteigen, die durch Felsen geschlagen worden war.

Labuan Sait Beach in Bali53

Unten angekommen, erwies sich der Strand als sehr klein, aber ziemlich bevölkert. Wir haben ihn zu einer Mittagsrast an einer Strandbude genutzt.

Labuan Sait Beach in Bali55

Labuan Sait Beach in Bali59

Bei Kokoswasser, Nasi Goreng für Gisela und Mie Goreng für Uwe haben wir uns gestärkt. Gekocht wurde im Wok.

Labuan Sait Beach in Bali65

Sieht nicht vertrauenerweckend aus, hat aber gut geschmeckt! Unterhalten haben wir uns mit einem Italiener, der vor zwölf Jahren mit seiner Frau nach Australien ausgewandert ist. Mit seinen Kindern sprach er englisch, als seine Frau dazukam, sprachen sie italienisch. Er ist Architekt und Designer und sie sind hier für zwei Monate zum Surfen und im Winter in den Dolomiten zum Skilaufen.

Labuan Sait Beach in Bali67

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