Gisela und Uwe auf Langfahrt

Mechanikertag

Endlich wieder ein Werktag und wir konnten die Mechaniker von Baobab an Bord bekommen. Uwe holte sie morgens mit dem Dinghi aus der Marina, sie bauten die Pumpe für die Seewasserkühlung des Motors aus und nahmen sie mit in ihre Werkstatt. Dann erfuhren wir, dass die Ersatztteile in Fidschi nicht zu haben sind und in Neuseeland bestellt werden müssen. Das machte uns etwas ratlos, weil wir nun vor der Marina ohne Motor vor Anker lagen, eigentlich aber ab mittags einen Platz reserviert hatten. Schließlich entschieden wir, die Venus mit dem Dinghi hineinzuschleppen. Uwe band das Dinghi seitlich fest und stand am Außenborder, Gisela holte den Anker ein und stand dann am Ruder und steuerte die Venus in die Marina und an den Platz, der uns angewiesen wurde. Ein Mitarbeiter nahm die vorbereiteten Leinen an, die Gisela ihm übergab. Alles hat perfekt geklappt und wir waren froh, nun am vereinbarten Platz zu liegen, an dem wir morgen unseren australischen Kaufinteressenten treffen wollen. Wir konnten nochmal das Deck reinigen, Bettwäsche in der großen Marinawaschmaschine waschen und dafür sorgen, dass alles vorzeigbar aussieht. Schade nur, dass nun keine Probefahrt möglich sein wird!

Ostermontag

Zum Ostermontagsfrühstück gab es heute frisch gebackenes Brot. Während der Teig ging, hat Gisela Kartoffeln gekocht, gepellt und mit Brühe übergossen für einen Kartoffelsalat, den es morgen geben soll. Und abends haben uns Möhrensalat mit Schaschlik gut geschmeckt. Wenn sonst keine Arbeit droht, macht es wieder Spaß, allerlei in der Pantry zuzubereiten!

Uwe hat am Badezimmerluk die Umrahmung neu angeklebt und sonst allerlei Schönheitsreparaturen erledigt. Nur sein Projekt, unter dem Kiel den Bewuchs zu entfernen, hat er sehr schnell abgebrochen. Es war ziemlich windig und durch den aufgewirbelten Untergrund konnte er die Hand vor Augen nicht sehen.

Beim Nachmittagskaffee hatten wir Unterhaltung durch Tandemflieger und konnten ein irres Schiff beim Auslaufen beobachten, das wir schon vom letzten Jahr kannten.

Tandemflug

Passagierschiff mit Hubschrauber

Wir haben bisher richtig Glück mit dem Wetter! Jeden Tag scheint die Sonne, aber es ist nicht zu heiß, weil der Wind kühlt. Nachts wird es so kühl, dass Uwe sogar eine Decke benutzt!

Ostersonntag

Morgens als erste wichtige Handlung hat Gisela Cantuccini für Uwe gebacken, damit das Frühstück für die nächste Zeit gesichert ist. Ganz unfeiertäglich haben wir dann weiter die Venus besichtigungsfein gemacht. Sollte unser potentieller Käufer bei uns nächtigen wollen, hat Gisela die Achterkammer hergerichtet. Sie dient uns ja immer vorwiegend als Lagerraum und musste zunächst mal entrümpelt werden. Das riß Uwe zu der Bemerkung hin, so ein Besucher sei doch Gold wert. Jedenfalls war nach stundenlangem Räumen und Säubern alles entweder woanders verstaut oder platzsparend zusammengeräumt, sodass ein Mensch bequem in der Kammer schlafen kann.

Uwe hatte in der Zeit in ziemlich akribischer Arbeit den Motorraum und die Maschine von außen gesäubert, sodass wir uns beim Zeigen nicht schämen müssen. Mit der Zeit läuft immer mal Öl oder Kühlwasser über und die Spuren sehen auf die Dauer nicht schön aus.

Spätnachmittags und abends gab es Austausch von Ostergrüßen mit unseren Kindern und Enkeln, zum Abendessen ein leckeres asiatisches Gericht.  Zur Unterhaltung trugen die heimkehrenden Ausflugsschiffe bei, auf einem von denen die Mannschaft sang, und später der Sternenhimmel.Heimkehrende Ausflügler nach Port Denarau

Weiterfahrt nach Denarau

Zuerst hat Gisela morgens auf dem Weg zum Büro der Vuda Marina Siegfried aus Kalifornien getroffen, der am Vortag gelandet war und sie herzlich begrüßte. Dann hat sie im Büro ausgehandelt, dass wir eine zweite Nacht am Restaurantsteg verbringen dürften und auch bezahlt. Wir saßen nach dem Frühstück mit Ingrid und Gert im Cockpit, als das freundliche Mädchen aus dem Büro kam und erklärte, wir müssten 50 Fidschidollar pro Nacht mehr an diesem Steg bezahlen. Das hat uns nicht gefallen, denn wir bekommen an dem Platz weder Wasser noch Strom und müssten eigentlich weniger bezahlen. Wir haben mit Ingrid und Gert als Leinenhilfen noch umsonst Wasser an der Tankstelle getankt und sind dann mit langsamer Motorfahrt zum Ankerplatz vor Port Denarau getuckert. Bei schnellerer Fahrt macht der Motor nach wie vor dieses laute Geräusch, das wir uns nicht erklären können. Einen Mechaniker haben wir wegen Ostern nicht auftreiben können und so liegen wir jetzt gemütlich vor Anker, haben viel mehr frische Luft, als in der Marina und putzen und räumen auf für die Besichtigung am Mittwoch.am Restaurantsteg in Vuda Marina

Ankunft in Vuda Marina

Als wir früh aufwachten, sahen wir, dass das spät angekommene Boot unter deutscher Flagge fuhr. Bei der Abreise haben wir kurz mit der Bordfrau der Ancona gesprochen. Sie kommen aus Mühleim a.d.Ruhr und waren jetzt aus Neuseeland nach Fidschi gekommen.

Auf unserer Fahrt zur Vuda Marina hörten wir zwei Stunden vor der Ankunft ein ungewohntes Geräusch aus dem Motor, der tagelang gut gelaufen war. Aus dem Auspuff kam auch vermehrter, stinkender Qualm und Uwe hat zuerst mal den Motor ausgeschaltet. Als wir aber nichts Beunruhigendes im Motorraum gefunden haben, sind wir schließlich langsam und problemlos weitergefahren.

In der Vuda Marina ankommend wurden wir aus dem Restaurant am Eingang von vielen Angestellten mit lauten Willkommensrufen begrüßt. Wir haben mit Ingrids und Gerts Hilfe am Restaurantsteg angelegt, an dem wir so gerne liegen, weil es der einzige Schwimmsteg ist. Wir vier haben den Abend miteinander in dem Restaurant verbracht und uns unsere Erlebnisse seit der Rückkehr an Bord erzählt. Auf der Lazy Lady gab es zunächst viele Pannen zu beheben, aber jetzt sind sie wohl bald soweit, auslaufen zu können.

Wir werden morgen versuchen, einen Mechaniker zu bekommen, was aber wegen Ostern eher unwahrscheinlich ist. Nach Port Denarau ist es aber nicht weit und davor können wir gut vor Anker liegend die Ostertage abwarten.

 

Nach einer erholsamen Nacht sind wir wieder früh aufgebrochen und hatten für ein paar Stunden richtig guten Segelwind. Die einsame, grüne und hügelige Nordküste Viti Levus zog an uns vorbei und es war einfach nur schön. Wir segelten innerhalb des Riffs in völlig flachem, ruhigem Wasser, was das Segeln so erholsam machte. Uwe hat viele Stunden lang neue, längere Tampen an unsere Fender eingespleißt, weil die alten beim Anlegen an niedrigen Fingerstegen immer zu kurz waren.

Uwe beim Spleißen0

Nachmittags gegen 15 Uhr 30 fiel der Anker in der einsamen Bucht, in der wir auf unserer letzten Reise in die andere Richtung die Tamora getroffen hatten. Wir waren zunächst ganz allein, bis im letzten Licht noch ein anderes Segelboot in einiger Entfernung von uns ankerte.

Sonnenuntergang und ankommende Yacht

Fahrt nach Viti Levu

Die Abreise frühmorgens verlief dieses Mal unspektakulär. Mit dem ersten Sonnenstrahl gingen wir ankerauf, weil eine Strecke von 54 Meilen vor uns lag. Wir verließen das Riff um Vanua Levu und segelten mit laufender Maschine hinüber nach Viti Levu. Ohne Maschine wären wir zu langsam gewesen, um noch bei Sonnenschein anzukommen. Es dauerte auch so 10 Stunden, bis wir durch den Nananu-Pass den Ankerplatz bei der Insel Nananu-i-Cake erreichten. Es war ein wunderschöner Tag auf See, der endlich mal wieder Muße zum Lesen bot!

unterwegs nach Viti Levu7

Am Ankerplatz stand die Sonne leider doch schon zu tief, um die Lage des Ankers noch zu kontrollieren. Lediglich ein riesiger Korallenblock genau vor unserem Bug war zu erkennen, an dem die Kette von Zeit zu Zeit ein rumpelndes Geräusch machte, wenn die Venus von einem Windstoß bewegt wurde. Wir haben den Abend im Cockpit sitzend und mit den Kindern und Enkeln chattend verbracht. Seit wir hier sind, haben wir beide eine internetfähige Simkarte für unsere Handys und freuen uns, dass wir damit unseren Lieben zu Hause auf Whats App ganz nah sein können! Man unterhält sich in Echtzeit. Segen der Technik!

 

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